Urlaubsüberraschungen

Urlaubsüberraschungen

Gut erholt sind wir am letzten Mittwoch von einem Familienurlaub am Strand zurückgekommen. Die letzten Wochen haben an unseren Kräften gezehrt, sodass wir die Auszeit wirklich genossen haben.

Am Urlaubsort angekommen erlebten wir aber eine erste nicht so schöne Überraschung: 

der Strand vor unserem Hotel war durch eine extrem starke Brandung zu Beginn des Jahres weit abgetragen worden und die tieferliegenden Felsen kamen zum Vorschein. Wir haben darum nach ein paar Tagen unser Hotel Richtung strandaufwärts gewechselt. Dort hatte die Brandung offenbar nicht so gewütet. Auf diese Weise konnten wir doch noch den schönen Sandstrand geniessen.

Olivia bekam am 01. Juni allerdings viele schöne Überraschungen. Für sie war es natürlich etwas ganz Besonderes, dass wir ihren 6. Geburtstag zusammen im Urlaub am Meer feiern konnten.

Unsere Rückreise von Mancora im Norden Perus bis nach Cusco verlief in 2 Flugetappen gut und problemlos. Der Abschnitt den wir Abends mit dem Auto von Cusco nach Curahuasi zurücklegen mussten dagegen leider weniger. Wir hatten kurz hinter Cusco einen Unfall. Ein Taxifahrer vor uns bremste wegen einer unangekündigten Bodenwelle, sodass wir ihm auffuhren. Wir sind Gott dankbar, dass es bei Blechschaden blieb. Danach folgte eine Odyssee auf der Polizeiwache zur Klärung des Hergangs und wer die Kosten trägt (wobei das von Anfang an klar war, da wir die Verantwortung übernommen haben).

Unter ständigem Gebt und mit viel Überredung konnten wir den Polizeichef der kleinen Polizeistation im Ort überzeugen uns das Auto doch herauszugeben. Er wollte es einbehalten. Allerdings musste Stefan am nächsten Morgen früh wieder auf der Polizeiwache erscheinen. Immerhin ein Weg von 2 Stunden bis nach Curahuasi.

Nachdem Stefan noch eine Blutprobe abgenommen wurde, konnten wir um zwanzig nach elf nachts endlich weiterfahren (unser Fahrzeug hat vergleichsweise wenig abbekommen und war noch voll fahrtüchtig). Kurz bevor wir Curahuasi erreichten, raste an einer gefährlichen Stelle ein Kühllaster auf uns zu. Der Weg war unbefestigt, rechts die Schlucht, links eine Bergwand. Der Kühllaster kam ins schleudern, fuhr gegen die Felswand und kippte danach auf die Strasse; 10 Meter vor uns. Dem Fahrer war nichts passiert, außer dass er unter Schock stand. Offenbar hatten seine Bremsen versagt. Was für eine Bewahrung! Solche Unfälle sind hier im Bergland auf den hohen serpentinenmässigen Strassen oft mit Todesfolge.

Um halb zwei Uhr nachts waren wir endlich wieder in Curahuasi. Wir froh und danken Gott dafür, dass er uns bei all dem so bewahrt hat!

Der Tag danach war für Stefan eine mehrstündige Strapaze bei  Polizei, Autowerkstätten und Notar um Kostenvoranschläge für die Reparatur des Autos des Unfallgegeners einzuholen und eine aussergerichtliche, notariell beglaubigte Einigung zu erzielen. Danach folgten weitere Belehrungen verbunden mit einer Geldstrafe. Das alles um die Papiere wieder zu erhalten. Glücklicherweise deckt die Versicherung den Schaden voraussichtlich ab.